Guten Morgen. Homo faber, der berühmte Roman des Schweizer Autors Max Frisch, taugt schon von sich aus als Parabel für den technischen Fortschritt. Der Protagonist Walter Faber, ein streng rationaler Ingenieur, gerät darin durch zahlreiche Zufälle und natürliche Gegebenheiten an seine Grenzen.
Am Dresdner Staatsschauspiel hat der Regisseur Marcel Kohler diese Idee aufgegriffen und den Stoff in die heutige Zeit übertragen: Bei der Premiere am Samstagabend kam dabei erstmals ein eigens programmiertes Large Language Model (LLM) zum Einsatz, das mit der Stimme des Faber-Darstellers live mitspielte.
Faber erstellt in der Adaption Kohlers einen digitalen Nachlass und lässt vor einer riskanten Operation einen KI-Avatar von sich erstellen, den Robo faber. Nicht nur die Darstellerin der Elisabeth improvisierte auf der Bühne, auch die Zuschauenden durften Fragen stellen. Den Avatar entwickelt hat Benjamin Kohler.
Im Programmheft schreibt Marcel Kohler, die Darstellerin habe zwar einen Pool an Texten, die sich an Frischs Vorlage orientieren. Da sich die KI allerdings nie wiederhole, müsse sie bei jeder Aufführung neu reagieren.
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