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Briefing

Digitalwende,

Social Media als öffentliche Infrastruktur

Guten Morgen. Selten kommt das Mittagsbriefing für die EU-Presse in Brüssel wortwörtlich auf den Hund. Gestern passierte das aber, als ein sichtlich ungehaltener Kollege die Kommissionssprecherin Arianna Podestà fragte, weshalb Digitalkommissarin Henna Virkkunen lieber Hundefotos auf Social Media postet, anstatt US-Präsident Donald Trump nach allen Regeln der Kunst die Leviten zu lesen.

Denn der hatte die Woche eben mal gedroppt, dass er die EU zu sanktionieren gedenke, sollte sie über die Chuzpe verfügen, den Digital Services Act weiter auf US-Tech-Konzerne anzuwenden. Hunde machten eben aller unser Leben schöner, erwiderte Podestà, bevor sie sich zu betonen beeilte, dass die EU bei den Digitalgesetzen hart bleiben werde. (Was sich zeigen wird.)

Nicht ganz unrecht hatte der Kollege damit, Virkkunens Exkurs anlässlich des International Dog Day zu verurteilen, zumal derzeit politisch viel auf dem Spiel steht. Auch Alexandra Geese, die für die Grünen im Europaparlament sitzt, hatte das Hundefoto zuvor schon auf Linkedin kritisiert. Bitte weniger Influencing, und dafür mehr Arbeit, so der Tenor.

Zur Beruhigung sei dem Journalisten und der Parlamentarierin nahegelegt, Bayerns Landesvater Markus Söder (CSU) auf allen Kanälen zu folgen – dagegen wirkt Virkkunen harmlos. Denn wie Söder noch zu Tätigkeiten jenseits des Influencens kommt, bleibt ein Rätsel. Allein diese Woche hat er auf Helgoland Seemannslieder gesungen, und sich gleichzeitig die Dönermarke „Söder Kebab“ gesichert.

Was soll das?“, fragte der Bayerische Rundfunk schlicht. Aber wirklich.

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