Süddeutsche Zeitung

Unsere Kernprodukte

Im Fokus

Partnerangebote

Möchten Sie in unseren Produkten und Services Anzeigen inserieren oder verwalten?

Anzeige inserieren

Möchten Sie unsere Texte nach­drucken, ver­vielfältigen oder öffent­lich zugänglich machen?

Nutzungsrechte erwerben
Demnächst Webinar: Wie wird Deutschland verteidigungsfähig? am Donnerstag, 11. Juni um 09:00 Uhr
  1. Startseite
  2. Digitalwende
  3. Briefing vom 17. Juni 2024

Digitalwende-Briefing

Cybersicherheitsagenda: Nur vier Maßnahmen erledigt

Lesedauer: 14 Min.

Guten Morgen. Ich gestehe: Ich bin etwas fußballverrückt. Weshalb Sie hier sicher auch den ein oder anderen Text zu digitalen Aspekten der Fußball-EM lesen werden. Einen analogen Aspekt habe ich Ihnen im Text zur Cybersicherheit des Turniers vom Freitag aber unterschlagen. Als ich die Polizeibehörden der Spielorte abgefragt habe, welche digitalen Werkzeuge sie denn so einsetzen, erzählte mir eine Sprecherin der Berliner Polizei von Super-Recognizern, mit denen man gute Erfahrungen gemacht habe.

„Ah, spannend, was ist das denn für ein System?“, fragte ich ganz im Digitalen verhaftet. „Das sind Menschen“, antwortete sie. Menschen mit einer besonderen Begabung: Sie prägen sich Gesichter ein und können sie wiedererkennen. Sprich: Gleich einer Gesichtserkennungssoftware sitzen diese Spezialistinnen und Spezialisten vor Bildschirmen und screenen Menschenmengen. Quasi ein „Wo ist Walter?“-Spiel, aber mit ernstem Hintergrund.

Bereits vor dem Turnier sollen sie von den Behörden anderer europäischer Staaten Fotos von den gefährlichsten Hooligans bekommen haben, wie Medien berichteten. Sind diese im Stadion oder auf Fanmeilen unterwegs, sollen die Adleraugen der Super-Recognizer sie finden. Traurigen Anlass dafür haben ihnen bereits gestern prügelnde englische und serbische Fans in Gelsenkirchen gegeben.

Wie erfolgreich die Strategie ist, konnten zwei griechische Basketball-Hooligans unlängst zu ihrem Leidwesen feststellen. Am Flughafen in Berlin wurden ihre Personalien festgestellt und die beiden vorübergehend festgesetzt. Supererkenner der Bundespolizei hatten sie erkannt: Zwei Tage zuvor waren sie in einem Berliner Hotel an heftigen Auseinandersetzungen zwischen Fans aus Athen und Piräus beteiligt.

SZ Pro

Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen

Probeabo

79,99 €

0,99 €

Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.

  • Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier

  • Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de

  • Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper

Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen

Ihr persönlicher Kontakt

Profilbild von Nico Kreuzpointner

Nico Kreuzpointner

+49 151 20 64 94 90

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.