Guten Morgen. Gestern erläuterte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), Jahrgang 1963, auf der Republica das Konzept der „Boomerzange“. Immer mehr Boomer bräuchten die medizinische Versorgung, gleichzeitig gingen aber Boomer-Pflegekräfte und Boomer-Ärzte in Rente: „Somit habe ich also weniger Boomer, die die steigende Zahl von kranken Boomern versorgen kann“, sagte der Minister
Am letzten Tag der Konferenz zur digitalen Gesellschaft mit dem Titel „Who cares?“ wurde Lauterbach unter anderem zur Zukunft der Pflege befragt. Denn wie man die Pflege überhaupt noch sichern könne, sagte Republica-Mitgründer Johnny Häusler, hänge vermutlich massiv mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Robotik zusammen.
Die enttäuschende Nachricht sei, sagte der Minister, den Häusler als „KI-Nerd“ bezeichnete, dass Künstliche Intelligenz in der Medizin zwar eine riesige Rolle spielen werde, etwa in der Forschung, „aber am wenigsten in der Pflege“. Und fügte hinzu: „Der KI-Roboter, das ist eine Fata Morgana.“
Größeres Potenzial sehe Lauterbach in Assistenzsystemen für die Dokumentation. Bis zu 30 Prozent der Arbeitszeit von Pflegekräften und Ärztinnen und Ärzten gingen durch Dokumentationsaufgaben verloren. Das könne KI weitestgehend „weghauen“, sagte Lauterbach.
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