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Digitalwende-Briefing

Digitale Dachmarke: Bundesweite Lösung gescheitert

Lesedauer: 18 Min.

Guten Morgen. Vielleicht lesen Sie die Digitalwende im Zug oder der S-Bahn zur diesjährigen Republica in Berlin. Die Zeit, als die Republica ein nischiges Treffen für Internetnerds war, ist lange vorbei. Mehr als 1000 Speaker diskutieren in diesem Jahr auf 28 Bühnen drei Tage lang über die zentralen Fragen der digitalen Gesellschaft: Wie umgehen mit KI, mit Desinformation oder mit Hass im Netz?

Ein Termin, um den auch die Ampel nicht herumkommt. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Wir sind übrigens als gesamtes Team ebenfalls vor Ort; melden Sie sich gerne mit Kaffee-Anfragen bei uns.

Internet-Nachhilfe könnte auch die CDU vertragen, unken derzeit einige Expertinnen und Experten. Die Partei startete am Freitag eine offene Online-Umfrage zum europaweiten Aus für Verbrennermotoren. Nur einen Tag später wurde die Umfrage wieder gelöscht. Rund 85 Prozent der Teilnehmenden hatten sich gegen die CDU-Forderung ausgesprochen, das Verbot zurückzunehmen. Nutzer mussten sich nicht registrieren, die Abstimmung erfolgte anonym. Was zur Folge hatte, dass der Link herumgeschickt wurde und Personen mehrmals abgestimmt hatten.

Generalsekretär Carsten Linnemann sprach daraufhin in der Bild am Sonntag von „krimineller Energie“ und „Manipulation“. Zehntausende Stimmen seien automatisiert abgegeben worden, hieß es zudem von der Firma, die die Umfrage für die CDU umgesetzt hatte. „Eine offene Umfrage ist eine offene Umfrage“, schrieb Malte Spitz, Mitglied des Nationalen Normenkontrollrats und Parteimitglied der Grünen. Weniger diplomatisch drückte sich der Cyberexperte Manuel Atug aus: „Krass, wie offline die sind.“

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