Guten Morgen. Gestern fand in München erstmalig der SZ-Digitalgipfel statt, unter anderem mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der seine Gedanken zu Künstlicher Intelligenz teilte. Und das obwohl Söder wie immer einen vollen Terminkalender hatte – so durfte er etwa auf dem Viktualienmarkt die Spargelsaison eröffnen.
„Bin großer Spargel-Fan“, sagte der sonst gern die Vorzüge der Bratwurst betonende Söder. Spargel? Wenn Sie in Berlin sind, fragen Sie sich vielleicht, ob es nicht etwas früh und kühl dafür ist. Schließlich hat Kaltfront Vanessa seit vorgestern rabiat den verfrühten Hochsommer beendet. Aber die „immer-früher“-Unkenrufe sparen wir uns für den Spekulatius im September auf.
Ob April oder September, ums Frieren im eigentlichen Sinne geht es jedenfalls trotz des kalt klingenden Namens nicht bei „Quick Freeze“, einem sicherheitspolitischen Verfahren, auf das sich die Ampel-Koalition gestern einigen konnte. Das sorgt stattdessen vielmehr für erhitzte Gemüter bei der Opposition, aber dazu unten mehr.
Gemüter erhitzt haben dürfte unterdessen auch Belgiens König Philippe, der vor dem EU-Parlament in Brüssel gestern mehr europäische Integration forderte. Der Binnenmarkt sei nicht hinreichend harmonisiert, obwohl es wichtig wäre. „Wir dürfen den Anschluss in den Bereichen Elektromobilität, Halbleiter, Batterien, Seltene Erden und Künstliche Intelligenz nicht verpassen“, warnte Philippe.
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