Guten Morgen! Bei der Deutschen Welle könnten bald KI-Stimmen im Fernsehprogramm zu hören sein. „Wir testen den Einsatz von synthetischen Stimmen“, sagte Programmdirektorin Nadja Scholz der Deutschen Presse-Agentur. Sendungen soll die KI nicht moderieren, stattdessen gehe es um Trailer oder die Überbrückung zwischen zwei Sendungen. Bei kurzen Videos für Social-Media-Plattformen denke man aber auch darüber nach, mit Avataren als Video-Hosts zu experimentieren.
Nennen Sie mich altmodisch, aber ich lasse mir das Weltgeschehen auch in Zukunft lieber von echten Menschen einordnen – und freue mich abends immer über die vertrauten Stimmen meiner fachkundigen Kolleginnen und Kollegen in meinem Podcast-Player.
Künstliche Intelligenz dürfe kreativ arbeitende Menschen nicht ersetzen, warnten diese Woche auch Superstars wie Billie Eilish, Nicki Minaj, Stevie Wonder und Katy Perry. Sie sprachen sich in einem offenen Brief der Artist Rights Alliance gegen den Missbrauch von KI in der Musikindustrie aus. Einige der mächtigsten Unternehmen nutzten ohne Erlaubnis die Arbeit von Musikerinnen und Musikern, um KI-Modelle zu trainieren.
In der Berliner Politik ringt man derweil um das Recht am Bild. Die Bundesregierung will den europäischen AI-Act umsetzen: Künstlich generierte Abbildungen sollen gekennzeichnet werden. Bei der Gesichtserkennung im öffentlichen Raum hakt es aber noch, wie meine SZ-Kollegin Constanze von Bullion erklärt. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) will mehr biometrische Fernidentifikation, Justizminister Marco Buschmann (FDP) nicht. Naja, eins kann ich sagen: Ich bin keine KI und das Bild über diesem Briefing hat mein Kollege Friedrich Bungert geknipst.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Donnerstag!
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