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Digitalwende-Briefing

Wie Europas Gesundheitsdaten vernetzt werden

Lesedauer: 20 Min.

Guten Morgen! Weil viele sich dank Anonymität des Internets zu nicht immer verhältnismäßiger Kritik hinreißen lassen, entsteht gerne mal ein Shitstorm. Dieses Konzept hat sich Sportartikelhersteller Adidas jetzt für Werbezwecke zunutze gemacht, in der Erwartung, der pinke Farbton eines neuen Deutschlandtrikots für die Fußballeuropameisterschaft der Herren werde im Netz polarisieren.

„Das Trikot will doch keiner haben!“, und „Wer das gut findet, hat Fußball nie geliebt“, zetern die Hater in dem Spot auf Instagram zugegeben etwas milder, als man es von den verbalen Entgleisungen tatsächlicher Shitstorms gewohnt ist. „Das ist kein Trikot für Legenden“, lautet ein anderer Online-Kommentar, den Ex-Bundestrainer Rudi Völler persönlich zurückweisen darf.

Aussagen zurückweisen oder sogar löschen, apropos: Heute findet dazu eine Anhörung am Supreme Court der USA im Fall Murthy v Missouri statt. Das Gericht befasst sich mit der Frage, ob die Regierung Social Media gezwungen oder „erheblich ermutigt“ hat, missliebige Äußerungen zu entfernen, was einen Verstoß gegen den Ersten Verfassungszusatz darstellen würde.

Gegner von US-Präsident Biden jubeln, Murthy v Missouri könne Amerika vom Joch der Zensur durch das „woke“ Politik-Establishment befreien. Die andere Seite warnt, eine Verschwörungstheorie habe es bis zum Obersten Gerichtshof des Landes geschafft. Immerhin: Über die Outfits der deutschen Fußballer müssen die Obersten Richter nicht urteilen.

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