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Digitalwende-Briefing

Der AI Act ist heute im EU-Parlament

Lesedauer: 19 Min.

Guten Morgen! Wissen Sie noch, wie Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) mal gesagt hat, man solle nicht so viel Essen fotografieren, denn das koste auch alles Daten, Strom und Energie? Fast zwei Jahre ist das her, und ein bisschen lustig gemacht haben sich manche damals über den Minister. Gefruchtet hat sein Ratschlag auch nicht so.

Allein der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seitdem gefühlt mindestens einmal pro Tag, also etwa 700 Mal, eine Mahlzeit bei Instagram hochgeladen, meistens Wurstwaren enthaltend, weil Wahlkampf ist immer. Jetzt hat Söder, wie es ihm am liebsten ist, besonders prominente Gesellschaft in seinem Food-Blogger-Dasein bekommen.

Hollywood-Legende Steven Spielberg wurde nach der Oscarverleihung auf der Party des Magazins Vanity Fair beim Ablichten seines Hamburgers fotografiert. Wenn einer einen Burger inszenieren kann, dann Spielberg, denken Sie, aber das Foto ist leider nicht aufzufinden. Vielleicht hat er es seiner Frau geschickt, um sie zu ärgern, weil sie auf einer Oscar-Party mit schlechterem Catering war, oder so.

Genaueres weiß man nicht. Das gilt auch für die Posse um die Prinzessin von Wales. „Königliches Foto zeigt, warum niemand mehr glaubt, was er sieht“, schrieb die Washington Post dazu. Bisschen gemein, alles den Royals in die Schuhe zu schieben, aber ja: Bildmanipulation ist ein wachsendes Problem. Gut, dass heute das EU-Parlament über den AI Act abstimmt (dazu unten mehr) – auch wenn der im Kensington Palace nicht rechtlich bindend sein wird.

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