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Digitalwende-Briefing

KI in der Medizin: Wo es hakt

Lesedauer: 20 Min.

Guten Morgen! Einmal über Hamburg fliegen? Nun möglich, zumindest virtuell: Die 380.000 Gebäude des Stadtstaats sind seit gestern nämlich als 3D-Modell verfügbar. Keine Sorge aber, falls Sie aus Hamburg kommen und sich zum Zeitpunkt der Fotoaufnahmen, die dem Modell zugrunde liegen, gerade im Garten gesonnt haben. Ein Pixel im Modell entspricht 20 Zentimetern auf der Oberfläche. Das Ganze soll ja datenschutzkonform umgesetzt sein. Erinnert deshalb eher an Minecraft als an eine Hamburger Version von Assassin’s Creed.

Der Öffentlichkeit steht der digitale Zwilling der Stadt nach dem Open-Data-Prinzip kostenlos und ohne Einschränkung zur Verfügung. Für Stadtplanerinnen, Lokalpolitiker, Studierende und Investorinnen sind solche Modelle ein wichtiges Instrument. Unter anderem kann im Hamburger 3D-Modell der Schattenwurf für beliebige Daten und Uhrzeiten simuliert werden. Durch digitale Zwillinge sollen zudem Beteiligungen niederschwelliger möglich sein. Hamburg ist mit seinem Partizipationssystem Dipas bundesweiter Vorreiter.

Vor 40 Jahren hat Hamburg das erste analoge Modell in Auftrag gegeben. Es besteht aus Lindenholz und musste seitdem regelmäßig manuell angepasst werden. Auf einer Fläche von rund 130 Quadratmetern und im Maßstab 1:500 ist das aufwendige Holzmodell als Dauerausstellung im Foyer der Stadtentwicklungsbehörde zu besichtigen. Aber nur von 8 bis 15 Uhr bis Donnerstag und Freitag von 9 bis 13 Uhr. Am Wochenende, wenn die Leute Zeit haben, schon gar nicht, da ist die Verwaltung schließlich nicht zugegen. Wir wünschen viel Spaß mit der neuen 24/7-Erfahrung!

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