Guten Morgen! Viel Aufmerksamkeit erfahren derzeit Gefahren im virtuellen Raum, die sehr reale Folgen haben können, wie KI, Desinformation und Cyber-Attacken. Was es aber auch gibt: Geradezu altmodische Gefahren, die die internationale Kommunikation bedrohen – Piraten im Roten Meer, die Seekabel beschädigen, zum Beispiel.
Nachdem schon seit längerem davor gewarnt wurde, meldete der Internet-Watchdog Netblocks gestern, es gebe eine Unterbrechung der Netzwerkkonnektivität im Datenzentrum von Dschibuti. „Der Vorfall ereignete sich, nachdem israelische Medien berichteten, dass vier Unterwasserkabel über das Rote Meer, darunter Seacom, von Huthi-Rebellen angegriffen wurden“, hieß es dazu. Ursachenforschung war zunächst schwierig, nicht zuletzt aufgrund der Gefahrenlage in der Region.
Die Berichte aus der Krisenregion kamen während EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton auf dem Mobile World Congress in Barcelona die existenzielle Bedeutung von Seekabeln betonte. Auch bei ihnen handle es sich um „kritische Infrastrukturen, die über 99 Prozent des interkontinentalen Datenverkehrs und entscheidende innereuropäische Datenströme transportieren“, sagte er.
Jeder Vorfall, der ihren Betrieb stört, sei es durch eine Naturkatastrophe oder Sabotage, könne lebenswichtige Sicherheitsinteressen beeinträchtigen, warnte Breton. Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit habe die Kommission vergangene Woche eine entsprechende Empfehlung an EU-Mitglieder geschickt, um für mehr Kabelsicherheit in den Meeren zu sorgen.
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