Guten Morgen! Nachdem Ralf Stegner diese Woche schon mit seiner unbeholfenen Handhabung von Social Media für Amüsement gesorgt hatte, heute ein Blick nach London, wo Premier Rishi Sunak jetzt bewies, dass an ihm kein begnadeter Schauspieler verloren ging. Zur Bekämpfung des Smartphones in der Schule führte er auf seinen Social-Media-Kanälen nämlich einen Sketch auf.
Die darin zur Schau gestellte Empörung über das ständige Handyklingeln in seiner Sakkotasche war eher „cringe“, wie das im Internet heißt – und vielleicht entschloss sich deshalb Innovationsministerin Michelle Donelan gestern postwendend ein Video zu posten, in dem sie die Briten mit Megafon und Trillerpfeife dazu aufruft, die eigenen digitalen Fähigkeiten in „Bootcamps“ aufzumotzen.
Es folgt ein visuell an den Fitness-Hype der 1980er-Jahre angelehntes Filmchen, in dem körperliche Fitness ihrem digitalen Pendant als Analogie dient: Software Development, Data & Analytics, Cloud Computing, Cyber Security, Web Development, „und noch viel mehr“ könne man trainieren. Für alles gilt wie beim Pumpen: ohne Fleiß kein Preis. Vielleicht ist Sunak auch schon angemeldet.
Sowohl digitale als auch schauspielerische Fähigkeiten hat unterdessen Hollywoodstar Will Smith bewiesen, der diese Woche ein KÌ-generiertes Video von sich selbst beim Genuss von Spaghetti aus dem vergangenen Jahr nachstellte und auf Instagram teilte. Ein Deepfake-Fake, sozusagen. „Das läuft allmählich aus dem Ruder“, schrieb Smith dazu. Ganz unrecht hat er damit wohl nicht.
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