Guten Morgen! „Breaking the internet“, das Internet kaputt machen, bezieht sich als Ausdruck darauf, dass jemand für einen solchen Wirbel sorgt, bis die Interaktionen sich online überschlagen, vielleicht die Server überlasten und zumindest temporär Zugriff auf Websites unmöglich ist. Dieses Konzept hat sich der US-Internetanbieter Verizon jetzt zunutze gemacht, und damit einen der beliebten Werbe-Slots während der Übertragung des Super Bowls bespielt.
In dem Spot versucht Beyoncé, die es als Anerkennung begreift, wenn ihretwegen die Server schmelzen, das Internet mit ihrem Content zu überlasten – und hat damit auch Erfolg, außer eben bei Verizon, was wiederum die Überlegenheit dieses speziellen Anbieters demonstrieren soll. Konkurrent T-Mobile hatte aber auch einen Super-Bowl-Spot, in dem sich zwei Stars der Sitcom Scrubs so über ihr 5G-Netz freuen, dass sie zu „What A Feeling“ tanzen.
So bleibt es den Zuschauerinnen und Zuschauern überlassen, wem sie mehr Glauben schenken – auf einem abwechslungsreichen Markt: Verizon und T-Mobile waren mit jeweils sechs und fünf Prozent Marktanteil der Internetanbieter 2023 nur zwei mittelgroße Player von vielen in den USA. An der Spitze steht AT&T mit 22 Prozent, gefolgt von Spectrum mit 20 und Xfinity mit 19. Verizon belegt Platz vier, darauf folgt Cox (fünf Prozent), und T-Mobile auf Platz sechs. Darunter tummeln sich noch einige kleinere.
Aber ob dies- oder jenseits des Atlantiks, mit welchem Anbieter auch immer, die besten Chancen, das Internet kaputt zu machen hat derzeit Taylor Swift. Sie, und nicht ihr Lebensgefährte Travis Kelce, hat ja auch den Super Bowl gewonnen, fanden gestern viele. Und in Berlin hofft so mancher, sie möge auch verhindern, dass Donald Trump wieder Präsident wird. Denn der könnte viel mehr kaputt machen als nur das Internet.
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