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Digitalwende-Briefing

UN-Cybercrime-Konvention: Setzt sich der Westen durch?

Lesedauer: 20 Min.

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Selina Bettendorf

Redakteurin

Mit Gabriel Rinaldi

Guten Morgen! Während diese Woche mal wieder eine entscheidende in Sachen AI Act zu werden verspricht (dazu unten mehr), haben die vergangenen Tage gezeigt, dass KI schneller Fakten schafft als die legislativen Prozesse in Brüssel und anderswo das gemeinhin vermögen. Nachdem zuletzt anzügliches KI-Material von Taylor Swift auf X aufgetaucht war, dauerte es Stunden, dem Einhalt zu gebieten. Der Hashtag #ProtectTaylorSwift trendete dank besorgter Fans.

Besorgt zeigte man sich aber auch im Weißen Haus. „Wir sind alarmiert von Berichten über die Verbreitung gefälschter Bilder“, sagte Pressesprecherin Karine Jean-Pierre zu dem Vorfall. Deren Chef, US-Präsident Biden, wird in den verbleibenden Monaten bis zur Wahl im November auch mit KI zu kämpfen haben, da politische Gegner versuchen werden das dank Donald Trump ohnehin schon mitunter surreale Rennen mit Deepfakes zu überschwemmen.

Während man in Washington, Brüssel und Berlin also dieser Tage ganz mit der neuesten Technologie beschäftigt ist, kann man das von Erlangen nicht unbedingt behaupten: Für den dortigen Standort sucht die Deutsche Bahn aktuell nämlich einen neuen Mitarbeiter mit Kenntnis von Windows 3.11, einer Version aus dem Jahr 1993. Alle Achtung.

Und das in Franken, der Heimat des bayerischen Landesvaters Markus Söder, der gern den Technologiestandort Bayern preist. „Oberpfaffenhofen ist das deutsche Houston“ und „Bayern ist Weltraumregion“ stammen von ihm. „Ich bin ein Fan der Zukunft“, hat er auch mal gesagt. Na dann auf zur Deutschen Bahn, wie’s aussieht. Zurück in die Zukunft eben.

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