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Digitalwende-Briefing

Dateninventur bei der Polizei

Lesedauer: 15 Min.

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Selina Bettendorf

Redakteurin

Mit Matthias Punz, Miriam Dahlinger und Laurenz Gehrke

Guten Morgen! Wie fit sind die Boomer im Umgang mit digitalen Tools? Gar nicht mal so unfit, wie eine Studie des Beratungshauses PwC nahelegt, über die die Deutsche Presse-Agentur am Wochenende berichtete. 94 Prozent der Personen zwischen 55 und 75 Jahren sind demnach mit einem Smartphone ausgestattet, sechs von zehn surfen damit täglich im Internet.

Der Boomer-Klassiker ist der Messenger Whatsapp, ihn nutzen 82 Prozent regelmäßig. Wer kennt es nicht: Während sich die Eltern über das Leben der Kinder in Instagram-Stories informieren, machen es die Kinder mittlerweile über den Whatsapp-Status der Eltern. Das beliebteste Boomer-Medium ist und bleibt aber der Fernseher. 76 Prozent schauen mehr als eine Stunde täglich lineares TV. Streamingseiten wie Netflix werden nur von 34 Prozent so intensiv konsumiert. Klassisch geht es weiterhin auch beim Bezahlen zu: 85 Prozent der Boomer zahlen im Geschäft am liebsten bar.

Wobei oft ja gar nicht anders bezahlt werden kann, was mitunter irritierend ist, wie der indische Wirtschaftswissenschaftler Gautam Chikermane kürzlich bei einem Besuch in Berlin feststellen musste. „Wir waren absolut geschockt, dass nur wenige Läden wie Coffeeshops oder Restaurants bereit waren, auch nur irgendeine Art digitalen Bezahlens zu akzeptieren, wie eine Kreditkarte oder eine Bezahl-App“, sagte er im ZDF. „Wie kommt es, dass ein Land wie Deutschland, das einen so großen Vorsprung vor den meisten anderen hat, so weit hinterher ist?“

Denn, so der positive Nebeneffekt in Indien, das sich auf dem Weg zur bargeldlosen Volkswirtschaft befindet: „Die Steuereinnahmen sind Monat für Monat praktisch parallel zum digitalen Bezahlen angestiegen.“

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