Guten Morgen! „Influencer animieren Jugendliche zum unkritischen Kauf.“ So lautet die Essenz eines Forschungsberichts des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung, der Hochschule Darmstadt und der Universität Mannheim, der gestern veröffentlicht wurde. „Und der Papst ist katholisch“, möchte man hinzufügen, ist doch das Influencen zweifelsohne quasi ausschließlich Mittel zum Zweck, und der Zweck eben Konsum.
Wie Werbung, eigentlich, nur dass man jetzt nicht mehr versucht, ihr aus dem Weg zu gehen. Fernsehwerbung, die Kindern zu schaden schien, wurde übrigens auch früher langsam aus dem Programm gedrängt. Von den „gesunden Durstlöschern“ etwa, wie sie in den 1990er-Jahren noch hießen, sind heute wahrscheinlich die meisten auf Karl Lauterbachs schwarzer Liste der höchsten Diabetes-Risikofaktoren, als gesund werden sie jedenfalls nicht mehr beworben.
Insofern ist die Studie vielleicht doch berechtigt, denn bevor es behoben werden kann, muss ein Problem identifiziert werden. Wie die Lösung aussehen soll, steht auf einem anderen Blatt. Disclaimer? Gibt’s ja schon. Und sonderlich subtil sind sie auch nicht, unsere Influencerinnen, wenn sie uns ihren Lifestyle unterjubeln. Aber gut, dann ist vielleicht einfach Medienkompetenz der Schlüssel. Gilt auch für andere Probleme.
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