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Digitalwende-Briefing

Cyberstreit in der Bundesregierung

Lesedauer: 18 Min.

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Selina Bettendorf

Redakteurin

Mit Miriam Dahlinger und Laurenz Gehrke

Guten Morgen! Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass die Handys von Nokia immer als unverwüstlich galten, bevor das Zeitalter der Smartphones den finnischen Hersteller nahezu in Vergessenheit geraten ließ. Vor allem das Modell 3310 – auch einfach „Knochen“ genannt – wurde für seine Robustheit geschätzt und bisweilen gar als Flaschenöffner zweckentfremdet.

Wenn man heute dagegen ein sündteures Smartphone ohne Hülle oder Panzerglas fallen lässt, betet man schonmal kurz, dass nicht das ganze Display zerschmettert wurde. Doch Apples iPhone überstand jetzt überraschend ohne schlimmere Schäden den Sturz aus einem Flugzeug von Alaska Airlines, das über Portland, Oregon, teilweise auseinanderfiel.

„Ein iPhone am Straßenrand gefunden (…) immer noch im Flugzeugmodus mit halbem Akku“, schrieb der Finder Seanathan Bates auf X. Die Bruchfestigkeit ist das eine, aber dass auch der Akku so gut performte, dürfte wie gratis Marketing für Apple wirken – als ob man’s nötig hätte in Cupertino.

Konzernchef Tim Cook, apropos, ist eh mit anderen Dingen beschäftigt. Die Apple Vision Pro sei ab 2. Februar zu haben, verkündete er diese Woche. „Die Sache ist die, dass niemand eine Plastikbox in seinem Gesicht haben möchte“, frotzelte daraufhin KI-Forscherin Meredith Whittaker. Aber Obacht, wer Apple unterschätzt – bei Nokia hat man damals geschlafen, und heute fallen keine 3310s vom Himmel, sondern eben iPhones.

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