Guten Morgen! Als der Papst diese Woche verkündete, man könne jetzt auch gleichgeschlechtliche Paare segnen, las man spöttische Kommentare, die Kirche brauche schon etwas lange, um im 21. Jahrhundert anzukommen. Doch wenn’s ums Geld geht, ist der Modernisierungsdrang auch mal stärker, wie die Kollegen der Deutschen Presse-Agentur jetzt schreiben.
Denn beim Klingelbeutel werde allmählich auf elektronisches Bezahlen umgestellt. „Damit im Gottesdienst ausreichend Zeit zum Ausprobieren bleibt, wurde das Einsammeln der Kollekte verlängert“, lesen wir, da sich viele erst an das EC-Kartenlesegerät gewöhnen müssten. Die Gemeinde singe deshalb jetzt „ein, zwei Strophen mehr“.
Kann ja nicht schaden. Für die Weihnachtsgottesdienste eignet sich dann vielleicht weniger „O Du Fröhliche“ mit schlappen drei Strophen, sondern eher Martin Luthers Klassiker „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, das mit sage und schreibe 15 Strophen zu Buche schlägt. Ölen Sie also schonmal Ihre Stimmbänder – und halten Sie die EC-Karte bereit!
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