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Digitalwende-Briefing

Wie kommt KI in die Kommunen?

Lesedauer: 17 Min.

Guten Morgen! Eine Wohnung, in der die Bewohnerin auf Schritt und Tritt durch eine KI überwacht wird? Keine Dystopie aus der Science Fiction, sondern ein Projekt aus der Wissenschaft. Die Wohnung als Labor, ein sogenanntes Live-in-Lab: Forscher untersuchen so neurologische Krankheiten. Fernsehen, putzen oder essen: Wie Menschen sich in ihren Wohnungen bewegen, was sie tun und wie sie es tun, dazu gibt es nämlich wenig exakte Daten. Die Uni Bayreuth stellt ihr Wohnungslabor, das sich im nahen Kulmbach befindet, heute Mittag vor. Wir melden uns zwar nicht zum Selbstversuch (Sie würden uns viel beim Tippen sehen), aber wünschen viel Erfolg.

Das virtuelle G7-Digitalministertreffen am Freitag stellte den Abschluss der KI-Koordinierung der G7 unter japanischer Präsidentschaft dar. „Als G7 haben wir die ersten internationalen Leitplanken für fortgeschrittene KI-Systeme beschlossen“, sagte Digitalminister Volker Wissing (FDP) SZ Dossier. Das Papier liegt uns vor. Was sich die G7 nun unter anderem unter italienischem Vorsitz vornehmen: den Prozess vertiefen, weitere Staaten und Organisationen überzeugen und nicht zuletzt eine eigene Webseite zum Thema einrichten. Herausgekommen sind elf unverbindliche Leitlinien.

Unter anderem wollen die G7 mehr Transparenz, Informationsaustausch, die Schließung von Schwachstellen, Investitionen in Sicherheitskontrollen, eine Priorisierung in der Entwicklung nach gesellschaftlichen Problemen, Schutz von personenbezogenen Daten und dem Urheberrecht. Auch dabei: Wasserzeichen oder andere technische Lösungen für die Herkunft von KI-Inhalten. Für den Kanzler-Deepfake von letzter Woche kommt das zu spät, befolgt muss es ohnehin nicht werden.

Anders bei einer Entscheidung von vergangener Woche, über die wir exklusiv berichtet haben: Das Digitalministerium hat über das Wochenende nun offiziell kommuniziert, dass Auto-Video-Ident-Verfahren doch nicht verboten werden, sondern vorerst weiterlaufen dürfen (ein halbes Jahr) – inklusive „begleitender Überwachungsmaßnahmen und Eignungstests“ durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

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