Guten Morgen! Die Regierung von Südafrika prüft derzeit, ob der Präsident des Landes, Cyril Ramaphosa, vergangene Woche eine Rede hielt, die zumindest teilweise aus der Feder der Künstlichen Intelligenz ChatGPT stammte. Ein Regierungssprecher sagte dem South African, das Präsidialbüro nutze keine KI-Tools für Reden, allerdings sei das Manuskript vom Bildungsministerium gekommen.
Dort erkundige man sich nun, was es mit dem Verdacht auf sich hat. Losgetreten hatte die Untersuchung ein vor Ort viel beachteter Post auf der Plattform X, laut dem eine Software die Rede als teils KI-generiert entlarvte. Hier im Regierungsviertel wiederum hätte sich der Bundeskanzler gestern wohl gern auf eine KI rausgeredet, denn seine Rede vor dem Bundestag kam nicht so gut an.
Überliefert wird, dass viele Fernsehzuschauer es nicht merkten, als die ARD an Silvester 1986 versehentlich Helmut Kohls Neujahrsansprache vom Vorjahr ausstrahlte. Es ist ein schmaler Grat zwischen zeitlosen Reden und phrasenreichen, wie sie durch maschinelle Aggregation oder durch schlichte Einfallsarmut entstehen können.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.

