Die Lage. Mit ihrem 21. Sanktionspaket nimmt die EU den russischen Finanzsektor stärker ins Visier. Geplant sind Maßnahmen gegen rund 90 Banken und mehrere Krypto-Netzwerke. Insgesamt soll die Zahl sanktionierter Finanzinstitute auf über 100 steigen – mehr als die Hälfte der international vernetzten Banken Russlands.
Für 35 Banken, darunter vier im Ausland, sowie elf Krypto-Plattformen hat Brüssel Transaktionsverbote vorgesehen. Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schafft das Paket zudem die Grundlage für noch schärfere Schritte gegen Krypto-Dienste in Drittstaaten.
Das müssen Sie heute wissen: Der Westen hatte Russlands Finanzsystem zwar schon vorher hart getroffen, etwa durch den Ausschluss zentraler Banken vom Zahlungssystem Swift. Doch Rüstungsausgaben und anhaltende Energieexporte stabilisierten die russische Wirtschaft bislang.
Jetzt erhöht die EU den Druck zu einem für Putin sensiblen Zeitpunkt: Das Wachstum schwächelt, die Wirtschaft schrumpfte zuletzt, die Unzufriedenheit im Land wächst. Der Druck steigt – und mit ihm die Chance, den Kreml an den Verhandlungstisch zu zwingen.
Willkommen in der Geoökonomie!
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Nico Kreuzpointner
+49 151 20 64 94 90Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.
